Gaias – Pilgerstätte der Architekten und zornigen Rentner

Silvia, 28, ist eine der 4 festbeschäftigten Fremdenführer der Cidade da Cultura de Galicia auf dem Berg Gaias in Santiago de Compostela. Sie hat dunkle lockige Haare und ihre exotischen, beinahe arabischen Gesichtszüge verleihen ihr eine natürliche südländische Schönheit. Aber wenn sie deutsch spricht, spricht  eine Rheinländerin. Sie verbrachte ihre ersten 20 Lebensjahre in Grevenbroich (Nordrhein-Westfalen) und nach dem Abitur zog es sie in das Land, aus dem ihre Eltern stammen. Während diese in Deutschland blieben, ging sie nach Santiago, um Germanistik zu studieren. Jetzt erklärt sie auf Rundgängen, an denen auffallend viele Architekten unter den deutschen Besuchern teilnehmen, die konstruktiven Details dieser monumentale Kulturstadt von sechs Gebäuden. Aber auf die häufigste Frage, wie Galicien, ein kleines und strukturschwaches Land, sich ein so überdimensionales Projekt leisten kann, kann sie keine Antwort geben. Es gibt wohl niemanden, der das kann. Gaias – Pilgerstätte der Architekten und zornigen Rentner weiterlesen